Mythen im Nageldesign :

 

Viele Neu-Kundinnen, die zu mir kommen – vor allem die, die vorher in einem anderen Nagelstudio waren – erleben einen oder mehrere "Aha"-Effekte, wenn sie ihre erste Modellage bei mir bekommen.

 

Es sind leider noch viele Gerüchte / Fehlinformationen / Unwahrheiten im Umlauf, was die Arbeitsweisen und Eigenschaften von Nagelmodellagen angeht.

Auf ein paar dieser verbreiteten Fehlannahmen möchte ich hier eingehen und Sie über die Hintergründe / Tatsachen aufklären.

Haben Sie in einem Nagelstudio schon öfters gehört, es läge an Ihren Nägeln, dass die Modellage einfach abfällt?

Es läge nur an Ihnen, wenn die Nägel brechen?


Nur in den seltensten Fällen (z.B. bei Hormonschwankungen, starker Medikamenteneinnahme, zu starker Beanspruchung durch Job oder Hobby, ungeeigneter Länge, Unfällen) liegt es an Ihnen oder Ihren Naturnägeln.

Oftmals liegt es leider an der Arbeitsweise oder dem Material der Nageldesignerin (zu dünn gearbeitet, zu wenig und unsauber vorbereitet, keine Streßpunktmodellage, auf die Nagelhaut gearbeitet, keinen Haftgrund verwendet).

Trauen Sie sich und lassen Sie sich von meinem guten Ergebnis überzeugen!

Sicher können auch Sie etwas tun, um die Haftung zu verbessern: vor dem Termin nicht ausgedehnt baden (das quillt die Naturnägel auf) und auch nicht vor dem Termin die Hände cremen (zu viele Fett- und Pflegestoffe, die in die Nägel dringen)!

In Ihrem Nagelstudio werden Sie mit der Feile der Vorgängerin bearbeitet?


Bei mir sind Sie nicht eine Kundin von vielen - Sie erhalten bei Ihrem ersten Besuch ein eigenes Feilenset (Feile, Buffer, Rosenholzstäbchen, Bürste), das in einer mit Ihrem Namen versehenen Box desinfiziert aufbewahrt wird.

Sie haben blutige Nagelränder, wenn Sie vom Besuch im Nagelstudio kommen?


Nagelmodellage muss nicht blutig enden. In meinen mehr als 10 Jahren als Nageldesignerin hat noch keine Kundin mein Studio mit einer blutigen Feilwunde verlassen.
Wenn man als Nageldesignerin die angemessene Vorsicht walten lässt (und z.B. neue Feilen an den Kanten entgratet), gibt es keine blutigen Stellen!

Aber schauen Sie ruhig auch in meine Galerie mit den Nailart-Beispielen – Sie werden keine blutig gefeilten Ränder finden.

Sie haben schon Angst vor dem Fräser, wenn Sie ihn nur sehen und haben das Gefühl, Ihr Naturnagel wird immer dünner und scheint rot durch die Modellage?


Auch Fräsen ist in der Regel vollkommen schmerzfrei, wenn die Nageldesignerin ihr Handwerk versteht. Es muss nicht heiß auf dem Nagel brennen, denn das bedeutet, die Nageldesignerin hat zu lange dieselbe Stelle bearbeitet (das ist auch der Grund für rote Stellen - dort wurde der Naturnagel beschädigt, oftmals ist jedes Refill erkennbar an einem rot durchscheinenden Fräsrand).
Ich fräse mit größter Sorgfalt und komme beim Arbeiten nie auf den Naturnagel. Dazu arbeite ich in jeder Modellage eine "Pufferschicht" ein, die beim Fräsen "stehen bleibt", so dass Ihr Naturnagel nicht angegriffen wird.

Ihnen gefällt das Verhältnis von Nagelspitze zum Nagelbett nicht, Sie finden das French zu breit?


Dem helfe ich ab.

Selbst bei kürzesten Nagelbeißernägeln muss ein Frenchnagel nicht unproportional aussehen.

Ich arbeite mit Make-up-Gel, das Ihrem Nagelbett zu einer gleichmäßigen Färbung verhilft und es möglich macht, aus einem kurzen Nagelbett ein langes zu zaubern. Auch Nagelanomalien können so problemlos verdeckt werden (Flecken durch Stöße, rote Feilspuren anderer Studios, unbedenkliche Quetschungen). Überzeugen Sie sich selbst!

Sie haben Angst vor dem "Brennen" des Gels im Gerät, weil Ihnen die Nageldesignerin sagt, sie müssten die Hand im Gerät lassen?


Keine Sorge, wir wollen uns verschönern – das heißt nicht, dass wir Schmerzen leiden müssen!
Sie können ohne Bedenken die Hand aus dem Gerät nehmen, denn in dem Moment, in dem das Gel "heiß" wird, ist es ausgehärtet und der chemische Prozess abgeschlossen.

Bitte dann NICHT die Finger auf die Tischplatte drücken (wie es in Studios oft gesagt wird), da dadurch die Hitze noch intensiver auf das empfindliche Nagelbett wirkt und dieses schädigen kann!

Sie haben gehört, Ihre Nägel brauchen in größeren Abständen eine "Nagelpause" zum Atmen?


Diese Aussage ist falsch, denn Fingernägel sind tote Hornschichten, die zum Schutz des Nagelbettes da sind und müssen (ebenso wie Haare) nicht atmen.
Wenn die Nageldesignerin sorgfältig arbeitet, ist eine Nagelpause nicht nötig.

Nägel brauchen lediglich eine Regenerationsphase, wenn sie zu dünn gefeilt wurden oder sogar das Nagelbett beschädigt wurde. Eine vollständige Regenerationsphase dauert etwa 4-6 Monate (je nach Nagelwachstum), bis der Fingernagel auf seiner ganzen Länge neu gewachsen ist.

 

Sie haben gehört, Acryl sei gefährlich, sogar krebserregend?


Das ist ein Gerücht, das sich leider auch heutzutage noch hält.

Oftmals kommt diese Aussage von Nageldesignerinnen, die die Acryltechnik nicht beherrschen und dementsprechend eine Rechtfertigung benötigen, warum sie keine Acrylmodellagen anbieten.
Alle Produkte, die in deutschen Nagelstudios verwendet werden DÜRFEN (und von mir verwendet werden), entsprechen der deutschen Kosmetikverordnung, die krebserregende oder gefährliche Stoffe verbietet.

Zudem enthalten sowohl Gel als auch Acryl die gleichen chemischen Grundstoffe - nämlich Acryle.

Hier als Quelle Hans Paulig - offener Brief Beauty-Forum:
Sämtliche Stoffe (Systeme), die zur Herstellung künstlicher Fingernägel verwendet werden, haben einen gleichen gemeinsamen chemischen Stamm: Acryl.
Davon gibt es viele verschiedene Formen, jedoch basieren sie auf Acrylen. (Es würde zu weit führen, wollte ich hier auf Monomere, Polymere oder Oligomere eingehen!) Nur sollte man begreifen, dass Pulverflüssigkeitsprodukte nicht, im Gegensatz zu lichthärtenden Gelen, unsinnigerweise negativ belastet sind. Beide Produkte sind Acryle! Es sind lediglich die Form der Auswertung und die Rezeptur unterschiedlich. Eine ganz grobe Unterteilung sähe so aus:
Pulver/Flüssigkeit beginnt bei der Zusammenmischung auszuhärten. Gele sind bereits „vorgemischt“ und härten durch Beigabe von „Photoinitiatoren“ unter Einfluss von Licht, vorwiegend UV-Licht, aus.